Ökologische Fachgutachten  
zum Kanal- und Leitungsbau  
      FFH-Verträglichkeitsstudie und Landschaftspflegerischer Begleitplan (LBP) zur Kanalisation der Ortslagen Berg und Oberauel (Stadt Hennef)

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LBP: Bestand und Konflikte
    Beschreibung des Bauvorhabens

Die Stadt Hennef plante 2002 die Kanalisation der Ortslagen Berg und Oberauel im Trennsystem. Das gesammelte Schmutzwasser soll über eine Druckleitung zur Kläranlage Dondorf-Greuelsiefen abgeleitet und anfallendes Regenwasser in die Sieg eingeleitet werden. Im Trassenabschnitt zwischen Oberauel und Kläranlage war die Querung der Sieg erforderlich.
       

LBP: Landschaftspflegerische Maßnahmen
    FFH-Verträglichkeit

Die Sieg wurde nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) als besonderes Schutzgebiet an die EU gemeldet. In diesem Zusammenhang war für die erforderliche Baumaßnahme die Durchführung einer FFH-Verträglichkeitsprüfung nach Maßgabe der FFH-Richtlinie erforderlich.
Die erarbeitete FFH-Verträglichkeitsstudie kommt zu dem Ergebnis, dass die geplante Baumaßnahme als verträglich mit den Erhaltungszielen für das besondere Schutzgebiet "Sieg" mit seinen aktuellen und potenziellen Vorkommen an FFH-relevanten Arten und Lebensräumen beurteilt werden kann.
       

Leitungsverlegung im Bereich der Siegquerung
    Landschaftspflegerischer Begleitplan

Das Verlegen ober- und unterirdischer Leitungen im Außenbereich gilt als Eingriff in Natur und Landschaft.
Schwerpunkt des erforderlichen Landschaftspflegerischen Begleitplanes war die Festlegung von Vermeidungs- und Verminderungsmaßnahmen für den empfindlichen Bereich der Siegquerung. Weiterhin wurden Maßnahmen zur Wiederherstellung weniger wertvoller Biotopstrukturen und zur Kompensation der Eingriffe in höherwertige Biotopstrukturen dargestellt. 
Zum Ausgleich der Eingriffe in das Fließgewässer Sieg ist in Abstimmung mit dem Unterhaltungsträger (Staatlichen Umweltamt Köln - Außenstelle Bonn) als Maßnahme zur Optimierung der Gewässerdynamik in einem Siegabschnitt flussabwärts der Baumaßnahme die Entnahme von Uferbefestigungen auf einer Länge von 400 m vorgesehen.
       

Einbau der temporären Steinschüttung zur
Vermeidung von Sedimentverlagerungen 
(Verringerung der Fließgeschwindigkeit)
    Ökologische Fachbegleitung der Baumaßnahme

Um eine optimale Durchführung der Vermeidungs- und Verminderungsmaßnahmen im empfindlichen Bereich der Siegquerung zu gewährleisten, wurden die Baumaßnahmen innerhalb der Sieg und im Bereich der Uferböschungen im Rahmen der ökologischen Bauleitung durch unser Büro begleitet.
       
     

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